Produktion im Zeitalter der Dezentralisierung

Immer mehr klassisch zentrale Strukturen werden aufgebrochen – Smart Grids ersetzen herkömmliche Stromverteilungsprinzipien, Kryptowährungen fordern notenbankgestützte Währungen heraus. Doch wie können dezentrale Ansätze produktiv der Wertschöpfung von Unternehmen dienen? Einen Anwendungsfall in der Supply Chain setzt das Projekt PIMKoWe akutell um: relevante betriebswirtschaftlichen Daten von Wertschöpfungsnetzwerken werden dezentral in einer Blockchain gespeichert. Dies verbessert die Koordination von wertschöpfenden aktivitäten und stellt Integrität und Transparenz innerhalb des gesamten Netzwerks her.

Im Rahmen von DiHP, welches Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein wird und auf einen erfolgreichen Projektverlauf zurückblicken kann, wurde eine Plattform für den automatischen Austausch von Produktionskapazitäten umgesetzt. Dabei profitieren Unternehmen von einer höheren Quote erfüllter Aufträge und einer reduzierten Leerlaufzeit von Produktionsmaschinen.

Eine Idee, welche die beiden Ansätze kombiniert, ist das dezentrale und interorganisatorische Management von Produktionskapazitäten: Dabei sollen keine Intermediäre Einfluss auf die Verteilung von Produktionskapazitäten nehmen können, da die Verteilung von Produktionsaufträgen/-kapazitäten über eine Blockchain koordiniert wird. Diese stellt einen generellen Konsens unter den teilnehmenden Unternehmen voraus. Hierbei soll dabei die Verteilung von Kapazitäten dynamischer, flexibler und schneller gestalten, während betriebswirtschaftliche Daten durch Verschlüsselung geschützt werden.



DiHP bei der (digitalen) Abschlussveranstaltung „Technikbasierte Dienstleistungen“

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung „Technikbasierte Dienstleistungen“ wurde auch das Projekt DiHP vorgestellt. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung digital abgehalten. Hierbei wurde versucht, das Gefühl einer „echten“ Veranstaltung nachzubilden, indem sogar virtuelle Messestände aufgestellt werden konnten.

Auch digital vertreten: Der digitale Messestand von DiHP

Trotz Vorstellung des Projekts und der erzielten Ergebnisse bleiben dem Projekt noch 6 Monate Laufzeit, um die Resultate weiter zu verfeinern und auf andere Bereiche zu abstrahieren. Dennoch wollen wir die Gelegenheit nutzen und uns bei unseren Projektpartnern und insbesondere beim PTKA für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken.

Teilnehmer konnten in den Austausch mit dem Team gehen

P.S.: Vielleicht kommt noch eine kleine Überraschung am Ende des Jahres… Stay tuned!

„Smart Factory – Requirements for Exchanging Machine Data“ – 15th International Conference on Design Science Research in Information Systems and Technology

Wir freuen uns, dass der im Rahmen des DiHP Projekts entstandene Forschungsbeitrag „Smart Factory – Requirements for Exchanging Machine Data“ zur Veröffentlichung auf der International Conference on Design Science Research in Information Systems and Technology (DESRIST 2020) angenommen wurde. Wir sind gespannt auf den Forschungsaustausch im Dezember. Folgender Abstract ermöglicht erste Einblicke in das Paper:

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Vernetzung von 3D-Druck-Kapazitäten zur Bekämpfung von COVID-19

Ansätze wie DiHP können durch Vernetzung von Unternehmen zum einfachen Austausch, inbesondere „Kauf“ von 3D-Druck-Kapazitäten zur Bekämpfung von COVID-19 beitragen, indem passende freie Produktionsressourcen über Plattformen gefunden werden können. Das versucht zum Beispiel auch Siemens mit der „AM Network Platform“:

„Vernetzung von 3D-Druck-Kapazitäten zur Bekämpfung von COVID-19“ weiterlesen

DiHP-Austausch auf dem 4. Additive Manufacturing Forum in Berlin

Direkt im Anschluss an die „Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik“ haben die Mitarbeiter Chiara Freichel und Adrian Hofmann das Additive Manufacturing Forum besucht. Ebenso wie im Vorjahr, war auch 3YOURMIND mit einem eigenen Stand prominent vertreten.

Auf der Ausstellerfläche fand hier ein praxisnaher Austausch statt und es wurde rege über neue Fertigungstechnologien und Geschäftsmodelle diskutiert. Zudem konnte viele Teilnehmer für die weitere Interviewstudie zum Thema „Modellierung der Marktteilnehmer“ mit großem praktischen Know-How gewonnen werden.

Auch die Vorträge gaben für die finale Projektphase noch einige gute Denkanstöße. Besonders interessant war die Podiumsdiskussion „Wie erreicht additive Fertigung den Mittelstand?“. Um Eindrücke über die Events beim und um das AM Forum zu bekommen verweisen wir gerne auf die Fotogalerien der Veranstaltung.
http://portal.offenblende.de/app/frontend/job/07457-06FC6.htm